Sonntag, 31. Juli 2016

Rezension - Frevel im Beinhaus

Autorin: Petra Schier

Verlag: Rowohlt

ISBN: 978-3-499-25437-6

Erschienen: 2010
Preis: 8,99 €

Seiten: 350

Inhalt:
Die schwangere Adelina kämpft um ihre Familie, ihren Ruf und ihren Mann. Neklas wird einer schaurigen Tat bezichtigt und eingesperrt: Die Tötung einer schwangeren Frau. 
Adelina versucht alles um seine Unschuld zu beweisen, doch die Zeit läuft davon und dann sind da noch die Beweise die sie findet.



Meine Meinung:
Genau so gut wie seine Vorgänger. Dies ist der vierte Teil der Adelina Reihe und ich bin genau so zufrieden wie bei den anderen Bänden.
Gut geschrieben, flüssig, spannend, gefühlvoll und an einigen Stellen auch unheimlich komisch. Das sind genau die Kriterien, die ich von Petra Schier kenne.

Adelina ist immer noch die gleiche Person. Trotz erneuter Schwangerschaft, größerem Haushalt und einigen Kabbeleien in der Familie hat sie nichts von ihrem Charme eingebüßt. Wenn ich so darüber nachdenke in welcher Zeit das Buch stattfindet tut mir Neklas schon ein wenig leid. Auf der anderen Seite ist er es aber selbst Schuld. Schließlich hat er sie geheiratet *schmunzel*

Zurück von Urlaub bei den Verwandten von Neklas geht der Alltag wieder los. Griet hilft in der Apotheke und vermisst Mira, die später als gedacht von ihrer Familie zurückkommt. Sie hat sich verändert und allein durch ihr Verhalten und die neue Kleidung habe ich mir meine eigenen Gedanken gemacht. Dass ich am Ende recht mit meiner Vermutung hatte wundert mich nicht mal ansatzweise. Bei einer jungen Frau in dem Alter ist es nicht anders zu erwarten gewesen, dass dieses Thema auch auf den Tisch kommt. Schließlich ist Mira schon 16 Jahre alt und adlig.

Sie führt ein langes und ernstes Gespräch mit Adelina nachdem sie sich ihr endlich anvertraut hat. Was länger dauerte als ich dachte. Schließlich ist sie schon lange bei ihr. Das habe ich tatsächlich nicht verstanden. Allem Verständnis zum Trotz.

Doch zu diesen kleinen Sachen in der Familie kommt ja noch der Hauptplot. Eine tote, junge Frau die in der Abortgrube von ihnen gefunden wird und natürlich ist Neklas der Schuldige. Sie haben seine Messerscheide darin gefunden, aber nicht das Messer selbst. So lange es nicht gefunden wird kann nichts gegen ihn gemacht werden.

Anstatt sich aber raus zu halten – na wo kämen wir denn bei ihr hin – mischt Adelina sich natürlich wieder in die Ermittlungen ein um ihrem Mann zu helfen. Doch selbst sie fängt an zu zweifeln. Warum verrate ich euch aber nicht ^^ Lest das Buch. Dann werdet ihr es verstehen.

Es erscheinen neue Nebencharakter und auch Personen aus den ersten Bänden dürfen nicht fehlen. Zum Beispiel der Hauptmann der Stadtwache Tilman Greverode. Ungehobelt, stur, arrogant. Aber auch einfühlsam, ehrlich und gewissenhaft. Oder George Reese, aus dem Stadtrat. Natürlich ist auch Ludmilla wieder dabei. Und unser alter Freunde Thomasius.
Ich glaube, dass ich diesen Charakter nicht mag habe ich in den anderen Rezensionen schon erwähnt. Doch in jedem guten Buch muss es jemanden geben, der einem unsympathisch ist. Jemand der für Probleme sorgt. Und das tut dieser Mönch.

Die verworrenen Situationen im Buch, die ganzen kleinen und großen Handlungsstränge, der Schreibstil, die liebevollen Charakter und das Wesen von Adelina haben das Buch für mich wieder zu einem einmaligen Lesegenuss gemacht.


Von mir gibt es volle 5 Flocken und ich freue mich auch schon auf den fünften Teil, denn ich im August lesen werde.

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