Freitag, 15. Juli 2016
Wölkchens Freitags Fragen #3
Einen wunderschönen Freitag Nachmittag :)
Ich habe diese Aktion oft gesehen und mich dazu entschieden es ebenfalls mal auszuprobieren. Bisher ist mir das nicht so gut gelungen, aber ich gebe mein Bestes. Ins Leben gerufen hat die Aktion Wölkchens Bücherwelt. Es sind immer zwei Fragen. Eine ist zum Thema Buch und die zweite ist persönlich an mich gerichtet. Ich fange dann mal an ^^
1. Worauf achtest du in Büchern besonders?
Hmm... das kommt tatsächlich ganz auf das Thema an. Bei historischen Romanen, egal ob Krimi oder zur Unterhaltung, erwarte ich die richtige Sprache. Gute Beschreibungen, Details der Zeit. Also nicht nur wichtige Ereignisse oder Zahlen, sondern auch die Beschreibung der Kleider. Frisuren, das Verhalten der Protagonisten, die Manieren, Dinge die zu der Zeit dazu gehörten müssen mit dabei sein. Die Farben entsprechend des Berufs müssen passen und solche Sachen. Falls ihr fragt: manche Farben oder Stoffe waren nur bestimmten Berufen oder Gesellschatfsschichten erlaubt. Ebenso Schmuck, Tiere, Kutschen und so was.
In Jugendbüchern mag ich es, wenn die Sprache - genau wie bei den historischen Romanen - der Zeit entsprechend ist. Zwar muss nicht das ganze Buch so geschrieben sein. Doch es ist interessant und lustig, wenn Wörter in die Sprache der Protagonisten einfließen die in das Jahrhunder/Jahrzehnt passen.
Ich wäre überrascht und enttäuscht, wenn eine 70 jährige Frau zum Beispiel sagen würde: He du da, mach den Platz frei.
Oder ein Teeanger der meint: Entschuldigen sie bitte, dürfte ich mich dahin setzen.
Das sind wie gesagt nur zwei Beispiele. Natürlich kann es vorkommen das manche Personen so erzogen wurden. Aber, wenn ich ein Jugendbuch habe und der Protagonist/ die Protagonistin nimmt die ganze Zeit Worte in den Mund die es nicht mehr gibt oder auch *grübel* zu gestochen klingen kann ich die Person einfach nicht ernst nehmen.
Ansonsten achte ich darauf, dass die Handlung stimmig ist. Charakter so handeln wie es sich für das Alter / die Zeit / die Gesellschaft oder der Funktion/ Berufung gehört. Es darf sich nicht zu sehr ziehen und ich freue mich, wenn am Ende alle Fragen beantwortet werden. Außer es handelt sich um eine Trilogie oder gleich eine ganze Reihe. Dann natürlich nicht ;)
2. Glaubst du an Geister?
Ja. Das wäre eine kurze und knappe Antwort, deshalb führe ich das hier noch etwas aus ;)
Im Gegensatz zu vielen anderen glaube ich an Geister. Mit dem Thema an sich beschäftige ich mich seit Jahren. Schließlich gibt es viele Dinge zwischen Himmel und Erde die uns unbekannt sind. Vielleicht wäre ich skeptischer, aber in den letzten drei Jahren habe ich ein paar Situationen erlebt die mit Logik oder dem was wir normal nennen nicht zu erklären ist. Und da ich mir sicher bin zu wissen wer mir da regelmäßig einen Besuch abstattet werde ich mir bei der Sache nicht hinein reden lassen. Ich akzeptiere es, wenn andere Menschen nicht an Geister bzw übernatürliches glauben, aber ich selbst bin davon überzeugt.
Und wie ist das bei euch? Auf was achtet ihr und wie steht ihr zu Geistern?
Schreibt es mir ruhig. Ach ja. Und euch allen ein wunderschönes Wochenende.
Eure Flocke ;)
(FF) Deutscher Follow Friday # 9
Einen richtig schönen Freitag zusammen ^^
Es ist wieder so weit. Und wie abzusehen mein Beitrag zu A Bookshelf Full Of Sunshine's Follow Friday! Hierbei handelt es sich um eine tolle Aktion für deutsche Buchblogger.
Hier die Freitags Frage ^^
Mit welchem Nebencharakter seit ihr buchstäblich gerade unterwegs? Mögt ihr ihn, oder schlagt ihr euch alleine durch?
Hmm also eins der Bücher was ich gerade lese, Dir Rose von Radwick, hat eine - bisher - interesante Nebenfigur. Ihr Name ist Anette, sie ist eine Küchenhilfe der Protagonistin Lady Mary Solvey. Für ihr Alter und ihre Stellung ist sie nicht nur gewitzt sondern auch manchmal etwas zu vorlaut. Momentan bin ich bei der Hälfte des Buches und ich frage mich wohin ihr Verhalten Anette noch führen wird. Hoffentlich nicht auf Schafott oder ähnliches. Das Buch hat viele Wendungen, deshalb bin ich mir im Augenblick unsicher was hier geschehen wird. Doch ich lasse mich gerne überraschen. Da Anette Mary auch hilft. Sie unterstützt und deckt bin ich der Meinung, dass dieser Nebencharakter einen guten Ausgang verdient hat :)
In dem Buch sind eigentlich weitere Charakter. Doch bei der Frage habe ich mich - genau wie verlangt - an die mir sympathischste Figur gehalten. Anette hat einen tollen Charakter und sie ist loyal. In einem historischen Roman ist das mit eins der wichtigsten Sachen.
Und ihr? Was für Nebencharakter begleiten euch im Augenblick? Oder ist es tatsächlich nur der Protagonist, der alleine ist? Hat er/sie vielleicht ein Tier dabei? Oder ein Buch ;)
Ganz liebe Grüße
Flocke;)
Donnerstag, 14. Juli 2016
Firun's Neuigkeiten - Ich mal wieder
*aus dem Regal schaue*
Ich wünsche einen angenehmen Mittwochmittag
Bei allen Seiten… gestern ist Flocke wirklich nicht von
ihrem PC wegzubekommen. Und dabei war sie letzte Woche schon gemein zu mir und
hat mich nicht an den PC gelassen. Das habe ich ihr wirklich übel genommen.
Eigentlich dachte ich der Deal, dass ich Dienstag dran darf ist mittlerweile fest. Aber wie ich
feststellen durfte klappt das immer noch nicht. Da muss ich wohl noch mal ein
ernstes Wort mit ihr reden. *die Seiten schüttle*
Dabei hatte ich euch schon letzte Woche so viel zu erzählen.
Darum mache ich es jetzt wo sie auf der Arbeit ist. Da kann sie mich nicht
stören.
Worüber ich mich riesig
freue sind die – bisher - 11 Neuzugänge.
Die sind alle zwischen dem 4 und 12.Juli, also gestern Morgen, hier eingezogen.
5 sind Geschenke aus einem Überraschungspaket was Flocke von
einer Freundin bekommen hat. Darin versteckte sich auch ein Gutschein für die
Thalia, den sie dann am 6 eingelöst hat. Dadurch sind zwei weiter Bücher
eingezogen. Allerdings weiß ich noch nicht wie lange sie bei mir verweilen.
Beide will sie seit Erscheinen haben. Das Eine, die Holunderschwestern, ist ganz neu
raus gekommen und das Zweite Anfang des Jahres ‚Die Welt wär besser ohne dich‘ .
Während es sich bei dem einen um eine Familiensaga handelt ist das Andere eine
Geschichte über Mobbing, Cybermobbing, Ängste und dem Wunsch zu verschwinden.
Dieses Buch beinhaltet damit ein sehr ernstes Thema und ich freue mich, dass
Flocke auch davor nicht zurück schreckt. Vielleicht liegt es aber auch daran,
dass sie einen Teil davon selbst kennt *mit den Stapeln zucke* Möglich ist es.
Dann hat Flocke *bedeutsam mit den Seiten raschle* zum
ersten Mal bei einem Verlag nach einem Rezensionsexemplar gefragt. Sie wollte
erst gar nicht und sagte: Mein Blog ist noch zu klein, das klappt bestimmt
nicht.
Doch nach gutem Zureden hat sie sich getraut und… positive
Antwort erhalten *ganz rote Seiten bekomme* Das erste Buch ‚Im Schatten der
Königin‘ kam letzten Freitag hier an und ist seit Sonntag ausgelesen. Sogar die
Rezension ist schon geschrieben und hochgeladen hier auf dem Blog. Da bin ich
richtig stolz auf sie.
Eigentlich sollte ich traurig sein, weil diese schöne
Geschichte nicht länger bei mir ist. Bzw gar nicht erst zu mir kam, aber da
freue ich mich mit Flocke das sie so viel Spaß an dem Buch hatte.
Das andere Rezensionsexemplar ‚die Inselfrauen‘ ist gestern
Morgen angekommen und natürlich hat Flocke schon angefangen es zu lesen. Ihre
Worte: „Rezensionsexemplare gehen vor und ich bin zu neugierig auf die Geschichte.“
Auch das wird nicht bei mir abgerechnet am Ende des Monats.
Zwar murren ein paar der Bücher die schon länger hier stehen. Aber da sie nicht
gelesen werden ist Flocke so lieb und schenkt uns Beachtung wenn die Regale
sauber gemacht werden. Und noch mal sortieren will sie uns auch. Das habe ich
selbst gehört mit meinen eigenen Seiten. Ich finde das wirklich lieb von ihr.
Hab ja auch schon gehört, dass es Besitzer gibt die ihre SuBs total verstauben lassen.
*die Stein schüttle* Das kann ich wirklich nicht verstehen. Flocke nimmt sich
auch so viel Zeit für uns, aber am meisten freuen wir uns wenn sie für jeden
von uns Zeit hat. Das ist schön J
Sie streichelt dann die Buchrücken oder blättert ins uns und beginnt zu lesen.
Manche behält sie dann sogar direkt draußen.
Da merken wir wie gerne sie uns
hat. Selbst wenn sie mal schimpft, dass wir zu viel Platz wegnehmen.
*mich im
Spiegel betrachte und umschaue* Ich bin doch nicht zu dick oder?
Ein Rezensionsexemplar aus einer Leserunde ist noch auf dem
Weg zu ihr und Samstag *wieder mit den Seiten raschle* da hat sie sich gesagt:
„Ich schaue ob ich in der Flohmarkthalle eine Kleinigkeit finde. Aber mehr als
10 € gebe ich nicht aus.“
Von dem Geiz mal abgesehen – und ja ich betitle das als
Geiz, weil Flocke sonst gerne mehr Bücher kauft – habe ich mich wie eine kleine
Geschichte gefreut als Flocke dann auch tatsächlich mit zwei Büchern
wiedergekommen ist. Gut sie hat keine 5 Euro dafür bezahlt. Aber das ist egal.
Ich habe Nachschub *mit den Stapeln wackle*
Das Eine ist ein Thriller ‚Schlaf nicht ein‘ und das andere
der Auftakt einer Trilogie ‚Die Auswahl‘ mit einer Liebesgeschichte und ganz
viel Gedankenmanipulation. Zumindest habe ich das so verstanden. *die Seiten
anstrenge* Ich glaube da frage ich bei dem Buch noch mal nach wie genau das
gemeint ist. Eigentlich wollte Flocke es nie lesen, weil es so gehypt wurde und
es überall in den Kameras erschien. Doch so günstig wäre sie sicher nicht mehr
daran gekommen.
Ich bin so froh über die ganzen Bücher und natürlich drücke
ich mir die Seiten, dass es noch mehr werden. Anders habe ich keine Möglichkeit
Flockes Lesewut entgegen zu steuern.
Sie hat diesen Monat schon wieder so viele Bücher auf ihrer
Liste stehen und davon sind schon 7 gelesen. Dazu dann auch noch das eine
Rezensionsexemplar und dabei ist der Monat noch nicht mal zur Hälfte rum. Das
erschreckt einen nicht wahr?
So lange neue Bücher hierher kommen kann ich dem entgegen
halten. Aber was wenn auch das aufhört? *mich ängstlich umschaue* Dann
schrumpfe ich…. *Seiten hängen lasse*
Diese Flocke hat einfach im Moment auch wieder viel zu viel
Zeit zum lesen. Ich komme gar nicht hinterher mit den neuen Büchern damit sie
mich nicht zu klein macht… Auf Dauer ist das glaube ich ein hoffnungsloses
Unterfangen… *bedrückt bin*
Vor allem wo sie kommendes Wochenende auf ihre Oma aufpasst.
Sie hat sich ein paar Bücher dahin gelegt um Beschäftigung zu haben… Ich wette,
wenn sie wieder kommt sind alle gelesen L
Na ich husche mal wieder ins Regal. Und sagt Flocke bloß
nicht, dass ich mich heimlich hier dran geschlichen habe um mir Luft zu machen.
*wieder still bin*
Mittwoch, 13. Juli 2016
Gemeinsam lesen #7
Einen wunderschönen Dienstag Abend zusammen :)
Ich habe mich dieser Aktion ebenfalls angeschlossen. Ins Leben gerufen wurde sie von Schlunzenbücher die dadurch dafür sorgen, dass man auch auf andere Blogs aufmerksam wird. Ich finde die Idee sehr toll :)
Hier ist mein aktuelles Buch ^^
1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich habe heute Mittag ein Rezensionsexemplar angefangen das in der Post war. Es heißt 'Die Inselfrauen' und bisher bin ich auf Seite 15.
2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
Seit einer gefühlten Ewigkeit starrte Nina auf die weiß gestrichene Dachschräge, unter der ihr Bett stand.
3. Was möchtest du unbedingt zu deinem aktuellen Buch sagen?
Ich kann zu dem Buch noch nichts sagen, weil ich gerade erst angefangen habe. Doch ich schätze, dass übermorgen meine Rezension geschrieben wird. Dann werden wir weiter sehen :)
4. Welches deiner bisherigen Bücher wich von der Handlung oder der Erwartung bisher am meisten vom Klappentext ab?
Puh... gerade auf Anhieb fällt mir da tatsächlich kein Buch ein. Leider passiert es immer wieder, dass der Klappentext etwas anderes sagt als das was letztenendes im Buch geschieht. Für mich selbst ist es immer wieder ärgerlich wenn das passiert. Mir stellt sich dann meist die Frage ob die Leser für dumm gehalten werden. Es ist besser wenn der Klappentext etwas zum Buch sagt und nicht nur so geschrieben ist, damit es gekauft wird. Das enttäuscht hinterher nur die Leser und dann den Verlag/Autor wenn es nicht weiter gekauft wird.
Das ist auch ein Grund warum ich Bücher die mir gefallen anlese im Geschäft. Damit ich sehe ob Titel und Klappentext übereinstimmen.
Und was denkt ihr darüber? Ist euch das schon passiert und falls ja wie habt ihr euch danach gefühlt wenn es keinen Bezug gab? Schreibt es mir ^^
Flocke ;)
Montag, 11. Juli 2016
Rezension - Körbchen mit Meerblick
Autor: Petra Schier
Verlag: Goldmann
ISBN: 978-3-95649-576-2
Erschienen: Juni 2016
Preis: 9,99 €
Seiten: 332
Inhalt:
Melanie erhält einen Brief in dem steht, dass sie ihre Großtante Sybilla beerbt hat. Dazu gehören nicht nur ein Haus und ein Geschäft, sondern auch eine braune Labradorhündin mit Namen Schoki. Wenn da nicht dieses Gefühl von zu Hause in ihr erwachen würde und dieser verdammt gutaussehende Anwalt dauernd erscheinen würde...
Meine Meinung:
Bisher kannte ich nur die ersten drei Bände der Adelina-Reihe. Ich wusste die Sommerbücher von Petra Schier sind anders aufgebaut und deshalb bin ich ohne feste Erwartung an das Buch dran gegangen. Nicht das es notwendig war.
Schon auf den ersten Seiten hat es mich gepackt. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Sowohl die süße Art von Schoki als auch Melanies Art hat mich die ganze Zeit im Buch gehalten.
Die Kommentare und Antworten der jungen Hündin auf Melanies Fragen sind mal so klasse, dass ich aus dem Schmunzeln gar nicht mehr raus kam. Auf der einen Seite meint das Tier seine Gedanken ernst, aber auf der anderen Seite macht es Schoki nur noch süßer und lebendiger.
Dieser kleine Frechdachs hat immer eine Antwort parat und bereichert dadurch das Buch ungemein. Ich musste diese kleine Fellnase einfach lieb haben. Anders ging es nicht.
Melanie war mir vom ersten Moment an sympathisch auch wenn ich ihre... ja Zugeknüpftheit und zu Große Vorsicht nicht ganz nachvollziehen kann. Manchmal muss man einfach dazu bereit sein ein Wagnis einzugehen, auch wenn es in dem Fall ein Gefühlsmäßiges ist.
Sie denkt zu sehr über Dinge nach, will alles richtig machen, hasst es den Klatsch über sich zu hören und will sich nicht eingestehen verliebt zu sein.
Damit acht Melanie sich das Leben deutlich schwerer. Es macht nicht nur den Großteil ihres Charakters aus, sondern sie dadurch auch noch liebenswerter. Es gehört einfach zu ihr.
Wer will schon eine Protagonistin die keine Fehler macht? Die keinerlei Kanten besitzt? Das macht ein Buch in meinen Augen reizlos.
Alex ist genau das Gegenteil von Mel. Spontan, abenteuerlustig, geradlinig, packt den Stier bei den Hörnern, geht sich Fehler als solche ein und weiß was er will: Mel.
Als angesehener Anwalt könnte er jede Frau haben, doch wie es sich gehört nimmt Alex die Herausforderung an Melanie aus ihrem Schneckenhaus zu holen. Beneidet habe ich ihn dabei nicht. Doch seine Sturheit war bewundernswert.
Dazu kommen die ganzen anderen Charaktere die das Buch lebendig machen: Silvana, Marco, Christina, Anke, Lotti, Norbert, Elke, Deana und und und...
Jeder einzelne von ihnen ist mit so viel Liebe erschaffen worden, dass ich sie mir bildlich vorstellen konnte, selbst wenn keine Beschreibung gegeben war.
Die Orte sind detailliert dargestellt und bleiben gut im Gedächtnis. Ich mag die verschiedenen Lokation und ich LIEBE die Naturbeschreibungen!!!
Am liebsten wäre ich zusammen mit Schoki und Mel im Schlick rum geturnt und hätte mich schmutzig gemacht. Überhaupt hatte ich die ganze Zeit das Gefühl selbst an der Nordsee zu sein. Nur nicht in Lichterhaven sondern in Husum - mein Kindheitsurlaubsort den ich gerade schmerzhaft vermisse.
Schade,dass die Geschichte so schnell vorbei war.
5 Flocken + Leseempfehlung.
Verlag: Goldmann
ISBN: 978-3-95649-576-2
Erschienen: Juni 2016
Preis: 9,99 €
Seiten: 332
Inhalt:
Melanie erhält einen Brief in dem steht, dass sie ihre Großtante Sybilla beerbt hat. Dazu gehören nicht nur ein Haus und ein Geschäft, sondern auch eine braune Labradorhündin mit Namen Schoki. Wenn da nicht dieses Gefühl von zu Hause in ihr erwachen würde und dieser verdammt gutaussehende Anwalt dauernd erscheinen würde...
Meine Meinung:
Bisher kannte ich nur die ersten drei Bände der Adelina-Reihe. Ich wusste die Sommerbücher von Petra Schier sind anders aufgebaut und deshalb bin ich ohne feste Erwartung an das Buch dran gegangen. Nicht das es notwendig war.
Schon auf den ersten Seiten hat es mich gepackt. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Sowohl die süße Art von Schoki als auch Melanies Art hat mich die ganze Zeit im Buch gehalten.
Die Kommentare und Antworten der jungen Hündin auf Melanies Fragen sind mal so klasse, dass ich aus dem Schmunzeln gar nicht mehr raus kam. Auf der einen Seite meint das Tier seine Gedanken ernst, aber auf der anderen Seite macht es Schoki nur noch süßer und lebendiger.
Dieser kleine Frechdachs hat immer eine Antwort parat und bereichert dadurch das Buch ungemein. Ich musste diese kleine Fellnase einfach lieb haben. Anders ging es nicht.
Melanie war mir vom ersten Moment an sympathisch auch wenn ich ihre... ja Zugeknüpftheit und zu Große Vorsicht nicht ganz nachvollziehen kann. Manchmal muss man einfach dazu bereit sein ein Wagnis einzugehen, auch wenn es in dem Fall ein Gefühlsmäßiges ist.
Sie denkt zu sehr über Dinge nach, will alles richtig machen, hasst es den Klatsch über sich zu hören und will sich nicht eingestehen verliebt zu sein.
Damit acht Melanie sich das Leben deutlich schwerer. Es macht nicht nur den Großteil ihres Charakters aus, sondern sie dadurch auch noch liebenswerter. Es gehört einfach zu ihr.
Wer will schon eine Protagonistin die keine Fehler macht? Die keinerlei Kanten besitzt? Das macht ein Buch in meinen Augen reizlos.
Alex ist genau das Gegenteil von Mel. Spontan, abenteuerlustig, geradlinig, packt den Stier bei den Hörnern, geht sich Fehler als solche ein und weiß was er will: Mel.
Als angesehener Anwalt könnte er jede Frau haben, doch wie es sich gehört nimmt Alex die Herausforderung an Melanie aus ihrem Schneckenhaus zu holen. Beneidet habe ich ihn dabei nicht. Doch seine Sturheit war bewundernswert.
Dazu kommen die ganzen anderen Charaktere die das Buch lebendig machen: Silvana, Marco, Christina, Anke, Lotti, Norbert, Elke, Deana und und und...
Jeder einzelne von ihnen ist mit so viel Liebe erschaffen worden, dass ich sie mir bildlich vorstellen konnte, selbst wenn keine Beschreibung gegeben war.
Die Orte sind detailliert dargestellt und bleiben gut im Gedächtnis. Ich mag die verschiedenen Lokation und ich LIEBE die Naturbeschreibungen!!!
Am liebsten wäre ich zusammen mit Schoki und Mel im Schlick rum geturnt und hätte mich schmutzig gemacht. Überhaupt hatte ich die ganze Zeit das Gefühl selbst an der Nordsee zu sein. Nur nicht in Lichterhaven sondern in Husum - mein Kindheitsurlaubsort den ich gerade schmerzhaft vermisse.
Schade,dass die Geschichte so schnell vorbei war.
5 Flocken + Leseempfehlung.
Und auch dir noch mal vielen Dank für das Rezensionsexemplar Petra :)
Montagsfrage #8
Halli Hallo und einen wunderschönen Montag Abend :)
Nach 6 Stunden Kopfschmerzen hilft endlich die zweite Ibo. Und ich dachte schon das artet zu richtiger Migräne aus. Endlich bin ich wieder fit im Kopf und kann euch die Antwort auf die Frage von dieser Woche abtippen. Ach ja erst mal die Frage:
Wenn du einen Krimi/Thriller o.äh. liest, machst du dir selbst Gedanken darüber, wer der Mörder/Täter ist, oder lässt du dich prinzipiell vom Autor überraschen?
*lachen muss*
Hier gebe ich mir Mühe nur zu lesen und mich überraschen zu lassen, aber mein Kopf arbeitet von ganz alleine. Meist weiß ich schon vor dem Schluss wer der Täter ist. Auf der anderen Seite freue ich mich darüber, aber es wäre toll einen Krimi / Thriller zu lesen wo für mich nicht direkt alles klar ist.
Das würde mir da Lesen verschönern.
Und wie sieht das bei euch so aus? Seit ihr gute Ermittler/Mentalisten oder steht ihr beim Lesen auf dem Schlauch?
Schreibt es mir ruhig. Ich freue mich auf die Antworten ^^
Gruß
Flocke ;)
Rezension - Im Schatten der Königin
Verlag: Bertelsmann
ISBN: 978-3-570-10178-0
Erschienen: 2016
Preis: 19,99 €
Seiten: 478
Inhalt:
Wir befinden uns zu Beginn im Jahr 1554. Edward VI. stirbt und hinterlässt den Thron nicht seinen älteren Halbschwestern Mary und Elizabeth sondern seiner Cousine Jane Grey. Sie regiert nur neun Tage, ehe sie von Maria I. entmachtet und hingerichtet wird. Die Geschichte geht weiter und die jüngeren Grey Schwestern, Mary und Kathrine, haben Angst vor dem was noch kommt. Denn genau wie Jane haben sie einen Anrecht auf den Thron und wenn Mary I. eins hat dann Angst.
Meine Meinung:
Wow! Nach Philippa Gregory ist Elizabeth Fremantle die einzige Autorin die es schafft die Zeit der Tudors so bildlich in mich hervor zu rufen, dass ich das Gefühl habe mich mitten unter den Protagonisten aufzuhalten. Dieses Buch ist flüssig geschrieben, ausführlich und detailreich. Ich konnte es nicht aus er Hand legen und wollte unbedingt wissen wie es weiter geht. Das Buch ist in drei verschiedenen Perspektiven geschrieben. Am Anfang war ich mir nicht sicher ob es mir gefallen wird. Aber jetzt nach dem Lesen kann ich sagen: Ja es hat mir gefallen.
Die Perspektiven sind folgende: Levina, Mary und Katherine.
Mary und Kathrine ergeben sich von selbst. Sie sind die Schwestern der verstorbenen Jane. Levina ist Malerin und die beste Freundin von Frances - der Mutter der Mädchen.
Das Buch fängt aus Levinas Sicht an - im Prolog - und ich bin sehr froh das weder Mary noch Katherine bei der Hinrichtung dabei waren.
Ab dem nächsten Kapitel wandert die Perspektive und trotz der unterschiedlichen Blicke zum Geschehen wusste ich immer worum es ging.
Ich fand es gut zu erfahren wie verschieden diese drei Protagonistinnen - deren Alter ebenfalls ein gutes Stück auseinander ist -
auf die gegebenen Situationen reagiert haben. Alle drei waren mir sofort sympathisch. Levina durch ihre Liebe und Treue zu Frances, was Probleme für ihre eigene Ehe bedeutete. Mary die niemand ernst nahm durch ihre Entstellung, aber mehr mitbekommen hat als es allen lieb gewesen wäre. Und dann noch Katherine. Sie hat mich zu Beginn mit ihrer Art an Cathrine Howard - Heinrich VIII. fünfte Frau - erinnert. Jung, naiv, unbedacht, temperamentvoll und auf der Suche nach Liebe. Aber später erfahrener und reifer.
Ich kann ihren Wunsch und ihre Hoffnung sehr gut verstehen, doch die Fehler die sie im Laufe des Buches macht kosten sie - in meinen Augen - zu viel. In der heutigen Zeit wäre das kein Verbrechen, aber wenn wir in das Jahr 1560 wandern sieht das leider etwas anders aus. Später lernt sie ein paar Dinge dazu, doch leider kann ihr auch das nicht mehr helfen.
Von den Dreien ist mir tatsächlich Mary die Liebste. Ja auch Levina ist eine sehr starke und pflichtbewusste Frau die meistens weiß was sie tut. Aber bei Mary ist das noch mal etwas anders. Gerade durch ihre Entstellung nimmt sie niemand ernst. Sie wird nicht als Gefahr gesehen und aus dem Grund bekommt sie deutlich mehr mit als es der Fall wäre, wenn sie so gut aussehen würde wie ihre ältere Schwester.
Durch ihre körperliche Unvollkommenheit hat sie von Anfang an gelernt viel für sich zu behalten, zuzuhören und die Dinge in ihrem Kopf zu verwahren. Schließlich kann sie das noch mal irgendwann gebrauchen. Mary ist ruhig, unauffällig, geschickt mit Worten, liebt ihre Schwester über alles und wünscht sich nichts mehr als ihr Glück.
Allerdings macht auch sie später im Buch einen Fehler, den ich ihr nicht zugetraut habe. Ja. Sie ist auch nur eine Frau und wünscht sich Liebe, doch ich habe gedacht, dass sie aus den Fehlern ihrer Schwester gelernt hat.
Das aber tut der Handlung des Buches keinen Abbruch. Es steigert die Spannung, bringt einen Dreh rein mit dem ich nicht gerechnet habe. Und dank der Autorin weiß ich jetzt deutlich mehr über diese zwei Schwestern. Bisher habe ich noch kein Buch gelesen, dass aus der Perspektive dieser jungen Frauen geschrieben wurde.
Wirklich eine sehr gute Idee.
Die Ausschmückung der Gespräche ist natürlich fiktiv. Aber ich kann mir recht gut vorstellen, dass es sich ähnlich abgespielt hat.
Mary sagt einmal im Buch zu Elizabeth I.: Ich nehme an, im Grunde seid ihr einsam.
An dem Wortlaut ist viel wahres. Und da dieses Buch aus Sicht der zwei Schwestern und Levina erzählt wird füge ich von meiner Seite an, dass auch sie einsam sind.
Beide gefangen durch das Blut was in ihren Adern fließt, abgestempelt als Verräter, weil Schwester und Vater hingerichtet wurden. Und doch sind sie eng mit den jeweils regierenden Monarchen verwandt.
Was Prinzessinnen - oder in dem Fall eher Ladys - nicht zusteht ist glücklich sein und beide bekommen es am eigenen Leib zu spüren.
Ich hoffe es kommen noch mehr Bücher dieser Autorin. Ich liebe ihre Art wie sie die Geschichte aus der Zeit zum Leben erweckt!
5 Flocken
Da gibt es nicht mehr zu sagen.
Und vielen, vielen Dank an das Bloggerportal und den Bertelsmann Verlag für das Rezensionsexemplar :)
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